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DIE LINKE.Winterhude zur Planung des Umbaus der Gertigstraße

Mühlenkamp bis Barmbeker Straße

September 2019

Die Verkehrssituation in der Gertigstraße ist nicht mehr tragbar. Zwischen KFZ, Rad- und Lieferverkehr, E-Rollern, Fußgängern und parkenden Autos ist die Sicherheit aller Beteiligten stark gefährdet. Zudem ist der Zustand der Straße mehr als unbefriedigend.

Eine Fahrradstraße trägt, nach unserer Einschätzung, zu einer Verbesserung der Sicherheit des Fahrradverkehrs und aller anderen Verkehrsteilnehmer bei. Die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h ist längst überfällig. Wir unterstützen, dass die Gertigstraße Vorfahrtsstraße bleibt.

Die Linksfraktion Hamburg Nord hat zusätzlich zu den Vorschlägen des Landesbetriebes Straße, Brücken und Gewässer (LSBG) folgende Vorschläge bzw. Forderungen:

1. Beidseitige Begradigung der Gehwege.
Die Verbreiterung der Fußwege durch den Rückbau der Fahrradwege betrachten wir als Vorteil, sehen jedoch die Notwendigkeit der Begradigung der Gehwege. Diese sind derzeit beidseitig stark uneben und mit Stolperfallen gespickt, was vor allen für ältere Fußgänger zur Gefahr werden kann.

2. Mindestens drei klar gekennzeichnete Stellflächen in der Gertigstraße, die ausschließlich für die Nutzung durch Paketdienste reserviert sind. Dadurch können Lieferdienste ihre Arbeit verrichten, ohne sich und andere zu gefährden oder zu behindern.
Paketdienste wie DHL, UPS, Hermes etc. nutzen tagsüber den öffentlichen Raum in der Gertigstraße, als Halte- und auch Kommissionsfläche. Da diese Nutzung von den Behörden geduldet wird, muss im neuen Verkehrskonzept eine einbettende Lösung gefunden werden.

3. Überprüfung der Ladezonen für Mischgewerbe und ein bedarfsgerechter Aufbau von Ladezonen.
Die Ladezonen für die Lieferanten des Mischgewerbes wie Restaurants, Möbel- und Bekleidungsgeschäfte etc. sollten überprüft und an den Bedarf angepasst werden. Die Ladezonen sind oft auf der falschen Straßenseite und nicht an den benötigten Stellen.

4. Einrichtung einer Ladezone vor der Gertigstraße Nr. 48.
Der Kiosk, Gertigstraße 48, ist gleichzeitig Post- und DHL-Shop für das gesamte Einzugsgebiet. Dreimal täglich stehen mehrere Lieferfahrzeuge, zum Teil in zweite Reihe, um ab- und aufzuladen. Hinzu kommen zahlreiche Kundenfahrzeuge, die ihre Pakete abholen bzw. abgeben. Diese Situation macht, unseres Erachtens, eine eigene Ladezone erforderlich, um Konflikte zwischen Auto- und Radverkehr auf der Straße und dem Gehweg zu vermeiden.

5. Ein absolutes Halteverbot in zweiter Reihe. Wir unterstützen den Vorschlag.
Der Zebrastreifen an der Ecke Forsmannstraße/Gertigstraße ist derzeit schlecht einzusehen und stellt eine Gefährdung für überquerende Fußgänger dar. Durch haltende Fahrzeuge, in der zweiten Reihe vor und hinter dem Zebrastreifen, müssen fahrende Autos und Lastwagen oftmals kurz vor dem Überweg die Straßenseite wechseln und übersehen dabei oft Fußgänger.

6. Eine Bedarfsgerechte Überprüfung der Fahrradbügel.
Die anberaumten Plätze für Fahrradbügel sollten an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. An einigen Stellen sind z.B. Bügel wie vor „Tjadens Biomarkt“ erforderlich, während an anderem Stellen die Anzahl der Bügel für den Bedarf zu hoch angesetzt wurde.

7. Einrichtung kostenpflichtiger Parkplätze von 9:00 - 18:00 Uhr und die Einrichtung von Parkautomaten alternativ die Umsetzung von Parkscheiben-Nutzung sowie Kontrollen durch die Polizei.
Nach Einrichtung der Ladezonen (siehe Punkte 2 - 4) verbleiben geschätzt noch ca. 50 - 60 Parkplätze für den privaten PKW-Verkehr. Diese Parkplätze sollten in der Zeit zwischen 9:00 - 18:00 Uhr kostenpflichtig nutzbar sein und außerhalb dieser Zeiten kostenlos zur Verfügung stehen. Hierzu sollten Parkautomaten alternativ Parkscheiben installiert werden. Wir gehen davon aus, dass diese Maßnahme für eine höhere Frequenz an Kunden für den Einzelhandel und Gastronomie in der Gertigstraße sorgt. Eine Kontrolle durch die Polizei ist erforderlich.

8. Ggf. Einrichtung von Roller-Parkplätzen und/oder Verbotszonen Hinweisen.
Die Zunahme an der Nutzung von E-Rollern ist besonders in der Gertigstraße zu beobachten, vor allem in Höhe zur Barmbeker Straße, weil sich hier zahlreiche Restaurants befinden. Die Roller werden wahllos auf den Gehwegen geparkt und schränken den Fußgängerverkehr ein. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Menschen mit Behinderung (z.B. Rollstuhlfahrer), die nicht mehr uneingeschränkt passieren können. Sollte es nicht zu einem Verbot von E-Rollern kommen, wäre die Einrichtung von Roller-Parkplätzen sinnvoll. Auch Verbotszonen-Hinweise sind vorstellbar.

9. Kennzeichnung „Verbot der Einfahrt für KFZ“ vom Mühlenkamp in die Gertigstraße.
Noch immer biegen diverse KFZ, trotz Verbotes, vom Mühlenkamp in die Gertigstraße ab. Eine bessere Kennzeichnung wäre hier von Vorteil.

10. Einrichtung eines Fahrradweges auf der Strecke Winterhuder Weg zum Hofweg und Mühlenkamp.
Um den Verkehr in der Gertigstraße durch Fahrradfahrer zu entlasten, sollte aus Richtung Mundsburg kommend auf der Strecke Winterhuder Weg zum Hofweg/Mühlenkamp ein Fahrradweg errichtet werden. Zurzeit kann nur der Bus (25) links in den Winterhuder Weg einbiegen, der übrige Verkehr fährt rechts in die Herderstraße. Bei Einrichtung eines Fahrradweges würde der Fahrradverkehr Richtung Mühlenkamp oder Alster bereits an dieser Stelle, zu Gunsten der Gertigstraße, entlastet werden.


Haben Sie noch Anregungen, Wünsche oder Anforderungen zum Thema?
Sprechen Sie uns gerne an!
k.taheri@linksfraktion-nord.de
Kommen Sie zum Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude und diskutieren Sie mit!


Gruppenabend:
08. Oktober - 19:00 Uhr
Goldbekhaus - 2.Stock
Moorfuhrtweg 9

Regionalausschuss:
30. September - 18:00 Uhr
Bezirksamt Hamburg-Nord
Kümmelstraße 7

Infostand:
14. & 15. September
Stadtfest Winterhude (Mühlenkamp)


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